Donnerstag, 5. März 2009

Yamadori Material

Relativ schnell lässt sich, wenn gesammeltes Material, in diesem Falle eine Pinus mugo gut angewachsen ist, eine Gestaltung durchführen. Mit geschultem Blick kann man erkennen wo die Vorteile des Baumes liegen und diese dann "herausarbeiten".
Ein gezielter Schnitt, etwas Draht und die Bearbeitung des Totholzes gewissenhaft ausgeführt, lassen den weiteren Weg des Baumes schon gut erkennen. Den Sommer über kann sich die Mugo erholen und zulegen, um im nächsten Jahr, mit einer kräftigeren Krone, in eine Bonsaischale getopft zu werden.
Wenn Bäume der Natur entnommen werden ist auf jeden Fall eine Genehmigung des Gundbesitzers einzuholen, da man sich ohne Genehmigung strafbar macht. Außerdem ist schon einige Erfahrung nötig solche Pflanzen so zu bergen, damit sie auch eine reelle Überlebenschance haben. "Yamadori" (im Gebirge gesammelte Bäume)kann man aber auch im Handel erwerben, wobei die Zeit des kultivierens in einem Topf oft schon vorüber ist und die Gestaltung zügig begonnen werden kann. Klar hat das auch seinen Preis, aber eine Reise in die Berge, eine Genehmigung, eventuell noch ein oder zwei Übernachtungen mit Verpflegung, das Risiko das die Pflanze überlebt, sind im Endeffekt meist auch nicht preiswerter wie ein "gekaufter"Rohling.
Solche Bäume, die auf jeden Fall frostfest und winterhart sind, machen unser Hobby interessant, kann man sie doch das ganze Jahr über im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon beobachten. Mit den Jahreszeiten verändern sich diese Miniaturbäume genau so, wie ihre großen Artgenossen.




Sonntag, 25. Januar 2009

Potentialerkennung

Wenn aus eine Pflanze, die natürlich einen Stamm haben sollte, ein Bonsai werden soll, ist es notwendig zu erkennen, was man mit dem Baum machen kann (gestalterisch)und welche Linien den zukünftigen Baum vorteilhaft und wirksam werden lassen.
Dazu sollte man alles überflüssige (verwelktes Laub oder Nadeln) entfernen und festlegen welche Äste gebraucht werden und welche nicht. Das Maß hierzu sollte uns die Natur sein, die, wenn wir mit offenen Augen beobachten, die besten Vorbilder liefert.
Auch wenn eine Form, wie in den folgenden Bildern vorgegeben scheint(Kaskade), ist doch ein anderes Ergebnis zu erzielen, wenn die Anlagen eines Baumes erkannt werden (hier Literatenform).
Das Suchen und Finden dieser Linien und Anlagen kann erlernt werden, z. B. in einem Workshop, wie ich sie anbiete.Termine weiter unten im Blog.(Dezember 2008)





Dienstag, 20. Januar 2009

Bonsai, Kauf oder Gestaltung?

Wie kommt man eigentlich zu einem Bonsai. Da gibt es die Möglichkeit einen "fertigen" Baum zu kaufen und das oft für viel Geld. Manchem, der dieses Hobby betreibt ist das zu teuer und mehr Spaß macht es auch, so einen Baum aus einer sogenannten Rohpflanze heraus zu arbeiten. Solche Pflanzen kann man im Gartencenter erwerben oder mit der entsprechenden Erlaubnis, ausgraben, sei es im Garten oder in der freien Natur. ABER IMMER MIT GENEHMIGUNG DES JEWEILIGEN BESITZERS.Sonst ist das strafbar. Man lebt mit der Pflanze, lernt die Bedürfnisse kennen, arbeitet kreativ und ruht sich dabei aus. Das alles kann trotzdem sehr spannend sein.
Einen Baum aus Samen ziehen ginge zwar auch, dauert aber, um ein vorzeigbares Ergebnis zu erhalten, sehr sehr lange. Misserfolge sind da Programm und vermiesen das angefangene Hobby schnell.
Viele möchten einen Baum auf die Fensterbank stellen, oft auch, weil sonst kein anderer Platz zu Verfügung steht. Hat aber jemand einen Balkon oder Garten, sollten es auf jeden Fall sogenannte "Outdoor" sein, denn sie sind auf Dauer gesehen pflegeleichter , wenn es dann auch noch heimische Arten sind um so besser. Bäume, die bei diversen Discountern verkauft werden sind in der Regel Massenware, die fast fabrikmäßig hergestellt werden und deshalb oft keine Ausstrahlung haben.Auch wenn sie oft "Indoor" genannt werden ist es meist nicht richtig sie immer in der Wohnung stehen zu lassen. Natürlich gibt es da auch Pflanzen, die, wenn sie weiter bearbeitet werden, ein gewisses Etwas bekommen, im Winter aber frostfrei gehalten werden müssen, was nicht immer warm (im Zimmer) bedeutet.
Oft ist es auch so, dass Bäume als "fertige" Bonsai verkauft werden, weil sie aus Japan oder China kommen, bestenfalls aber nur vor gestaltetes "Rohmaterial" sind.
Um dieses Hobby zu erlernen sollte viel Literatur über Bonsai gelesen werden, doch bleibt es nicht aus, praktische Erfahrungen zu machen.
Es gibt also Fragen über Fragen, die geklärt werden sollten, bevor man dieses Hobby vertieft.
Das dazu nötige Know How kann man in Workshops erlernen, wie sie z.B. bei mir angeboten werden. Bilder dazu und Anregungen findet man hier Blog.
Wer dieses Hobby für sich einmal entdeckt hat, ist sehr schnell vom "Bonsaivirus" befallen und wird ihn auch schwierig wieder los.

Montag, 19. Januar 2009

Das neue Jahr haben alle meine Leser hoffentlich gut begonnen und ich wünsche allen ein gesundes, zufriedenes, erfolgreiches 2009.
Der Winter kam gleich zu Anfang recht heftig, mit sehr niedrigen Temperaturen, aber auch Schnee. Den eingeschneiten Pflanzen ist diese Schneedecke ein guter Schutz und dürfte sie gut überwintern lassen. Auch wenn es Ausfälle geben sollte, lasst Euch nicht abhalten das Hobby weiter zu betreiben und lernt daraus.
Der kommende Frühling wird uns wieder viel "Arbeit" bescheren die uns Bonsaianern allerdings Spaß macht und wir sie deshalb nicht als allzu lästig empfinden.
Wer dazu Unterstützung benötigt hat die Möglichkeit, sich auf einen meiner Workshops anzumelden.
Die entsprechenden Daten dazu weiter unten hier im Blog.
Dann jetzt noch einmal gut ausgeruht und mit frischem Elan an die erforderlichen Herausforderungen.





Montag, 22. Dezember 2008

Besinnliche Weihnacht.....

und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr



Wünscht aus Rockenberg allen Freunden,Bekannten und Lesern meines Blogs Jupp

Freitag, 19. Dezember 2008

Workshops 2009, erstes Halbjahr

Liebe Bonsaifreundinnen und Freunde,


wieder ist ein Jahr fast vergangen und hat uns seine Sonnen-, aber auch Schattenseiten gezeigt. Das neue Jahr steht vor der Tür, mit all seinen Überraschungen von schwarz bis weiß, von A-Z.
Für uns Bonsaibegeisterte bedeutet das die Freude auf eine neue Wachstumsperiode und das Weiterarbeiten an unseren liebgewonnenen Pflanzen.
Im vergangenen Jahr haben einige von euch bei meinen Workshops teilgenommen, um einen oder mehrere Bäume zu gestalten und im Spätsommer zu verfeinern.
Dabei sind sehr ansprechende Bäume entstanden die auch weiterhin einer guten Pflege bedürfen, weil sie es einfach wert sind. Im kommenden Jahr möchte ich wieder einige kreative Samstage anbieten, damit euer Wissen um Bonsai, deren Gestaltung und Pflege ebenso weiter verfeinert wird.
Die Workshops finden alle in Rockenberg, in der für einige von euch bekannten Umgebung, statt. Die Werkstatt wurde leicht umgebaut, um so bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Ebenfalls werden 2009 von Freitag 1. Mai bis Sonntag 3. Mai Tage der offenen Tür stattfinden und ich hoffe viele von euch begrüßen zu können.
Bei den Workshops ist wieder ein Mittagessen in einem China-Restaurant enthalten und nachmittags gibt es Kuchen. Kaffee und Mineralwasser stehen ebenso wie Tee den ganzen Tag zu Verfügung.
Beginn der Workshops ist 9:30 Uhr und Ende wird gegen 17:00 Uhr sein. Sollten dann noch Fragen offen sein stehe ich natürlich gerne noch länger Rede und Antwort.
Der Tag kostet 75,-€ .
Mitgebracht werden sollte Werkzeug, Draht, ggf. Pflanzen zur Verfeinerung/Neugestaltung. Oder können hier erworben werden. Zur Auswahl stehen hier sehr gute, gestaltungsfähige Pflanzen von W. Käflein und Anderen und sämtliches Zubehör wie Draht, Erden, Zuschlagstoffe, Dünger, Schalen usw.

Pro Termin sollten nicht mehr als 8 Personen teilnehmen um genügend Zeit für alle auftauchenden Fragen zu haben und die Bäume entsprechend bearbeiten zu können.
Sollte jemand einen Kurs in der Woche belegen wollen, so bitte ich um eine kurze Nachricht, damit dies individuell abgesprochen werden kann.
Erfahrungsgemäß sind die Termine immer schnell vergeben und deshalb bitte ich die Anmeldungen zeitnah zu tätigen.
Wenn ein besonderer Wunsch für Pflanzen besteht (Eibe, Eiche oder sonstiges) bitte ich um Rücksprache bis spätesten 31. Januar, dann werde ich versuchen das Gewünschte zu besorgen.
Anbei sind die Termine (tabellarisch) zu finden.
Ich wünsche allen ein friedvolles Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch in Neue Jahr.

Grüße aus Rockenberg Jupp


28. Feb. Jupp
7. März Jupp
14. März Jupp
21.März Jupp
28.März Jupp
4.April Jupp
18.April Jupp
9.Mai Jupp
30.Mai Jupp
6.Juni Jupp
20.Juni Jupp
27.Juni Jupp

Tage der offenen Tür Fr. 01.Mai bis So.03.Mai


Werkstatt umgebaut (Bilder durch anklicken vergrößern)




Mittwoch, 19. November 2008

Japanische Lärche

Die jetzige Baumkrone musste aus einem Seitenast gestaltet werden, dazu wurde dieser doch schon recht dicke Ast mit einem Hebel nach oben in die Senkrechte gebogen und dort fixiert. Diese Arbeiten fanden 2006 statt und nach dem der Baum gut zugelegt hatte, konnte mit der weiteren Gestaltung fortgefahren werden.





Ast nach oben gestellt und fixiert

Diese jap. Lärche konnte, nachdem das Laub (Nadeln)dieses Jahr gefallen war, bearbeitet werden. Der Baum wurde in einer verlassenen Baumschule gefunden und war ursprünglich ca 4m hoch, um ihn ins Auto zu bekommen musste er natürlich eingekürzt werden, was an Ort und Stelle dann auch gleich passierte. Der Stamm war im Inneren sehr morsch und musste ausgehöhlt werden, was diesem Baum als Bonsai aber einen alten Charakter beschert. Mit einem Brenner wurde der hohle Stamm ausgebrannt und anschließend mit Jin-Mittel (Säure) konserviert um das Eindringen von Pilzen zu verhindern. Im Frühjahr 2009 wird dieses schöne Stück seine erste Schale erhalten, was das ganze Erscheinungsbild dieses Baumes wieder verändern wird.
Ausgehöhlter Stamm (Detail)


Linke Seite

Rückseite

Rechte Seite

Vorderseite


Und jetzt in der Schale