Bilder aus meiner Bonsai-Welt in ihrer ganzen Vielfalt. Bilder meiner Chinareise Mai 2008.
Sonntag, 19. Juni 2016
Der Anfang ist gemacht
Meine Mitbringsel von dem Besuch bei Käflein Yamadori haben ihre erste Prozedur hinter sich. Bei der Prunus mahaleb (Wildkirsche/Steinweichsel)wurde der Sharibereich gereinigt und das morsche Holz ausgeschabt. Wenn dann das Holz richtig abgetrocknet ist, wird es mit Holzhärter konserviert und mit Jinmittel gestrichen um Fäulnis vorzubeugen. Der Stammansatz mit seinem Shari gibt diesem alten Baum einen besonderen Charakter. Leicht zurückgeschnitten macht die Wildkirsche schon eine gute Figur. Jetzt 45cm hoch und einen Stammdurchmesser am Ansatz von 11cm. So darf sie bis zum kommenden Frühjahr ihre Zeit verbringen. Mit sehr guten Feinwurzeln ausgestattet wird sie dann zur kommenden Saison in eine entsprechende Bonsaischale getopft.
Der Wacholder wurde ausgelichtet, nicht brauchbare Äste entfernt und das Totholz grob mit dem Stechbeitel bearbeitet. Man sieht schon wo die Reise hingehen soll. Die große Überraschung ist das zum Vorschein gekommene Nebari, der Wurzelansatz. Fast wie aus dem Bilderbuch rund um ein sehr schöner Wurzelkranz. Wenn der Baum weiter so vital bleibt, wird er Ende August , Anfang September schon in eine entsprechene Halbkaskadenschale getopft. So kann der Baum noch in diesem Jahr gut einwachsen dann im Winter gedrahtet zu werden. Ich freue mich drauf.
Käflein Yamadori Bonsai
Kurz nach dem Tod von Wolfgang Käflein 2014 war ich das letzte Mal in seinem Garten, hatte ich doch mit Ihm noch den Termin vereinbart, den er leider nicht mehr wahrnehmen konnte. Damals hatte Margarete, die Witwe von Wolfgang die ganze Sache in die Hand genommen und beschlossen den Garten mit Yamadri-Bonsai weiterzuführen. Mein Bonsaifreund Herbert suchte eine Eibe, was wir zum Anlass nahmen Margarete und Wolfgangs Sohn Frido zu besuchen. Kurzer Anruf, Termin für den 18.Juni vereinbart und schon ging es los. In diesem Garten ist immer noch das zu finden, was der Anspruchsvolle Bonsaigestalter sucht. Wuchtige, starke Bäume, die nur von zwei bis drei Männern transportiert werden können, alte Kiefern mit borkigen Stämmen, bis hin zu kleineren Rohpfanzen. Eben alles was das Herz eines Bonsaibegeisterten höher schlagen lässt. Alle Bäume in gutem Zustand und "wohlgenährt", also kerngesund. Eine Auswahl, die in dieser Klasse nirgendwo in Deutschland zu finden ist und das Alles zu sehr moderaten, fairen Preisen. Herbert hat seine Eibe gefunden, der wir noch am Nachmittag zu Hause in meiner Werkstatt den ersten Schnitt verpassten. Jetzt kann sie bis zum Frühjahr wieder kräftig zulegen. In diesen Tagen haben die Pflanzen ihren zweiten Jahrestrieb, den sogenannten Johannistrieb, begonnen, was eine günstige Zeit für Rückschnitt ist. Bei einem Baum bleibt es bei Käfleins selten und so hatte Herber sich noch einen sehr eleganten Acer campestre mit natürlichem Shari ausgesucht. Auch diesen Baum haben wir sofort noch in die richtigen Bahnen gelenkt, wobei er schon eine gute Figur macht. Für mich gab es einen Wacholder und eine kleine Prunus Mahaleb mit ausdrucksvolem Stamm. Als Besenform gestaltet macht sie bestimmt eine gute Figur in Chuhinformat. Bei dem Wacholder wird in Kürze das Totholz bearbeitet und das Grün noch ausgelichtet um eine Halbkaskade zu gestalten. Wieder was schönes zu spielen, ohne Zeitdruck in aller Ruhe. Meine Devise war immer schon, "Irgendwas wird immer draus" daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, und was draus wird, wird man hier sehen.
Dienstag, 14. Juni 2016
Wer hat Lust auf eine Azalee Kinsai
Eine Azalee Kinsai und eine kleine Linde stehen bei mir zum Verkauf. Die Azalee ist 50cm hoch ab Schalenoberkante und die Krone ist 50cm breit, Alter ca 40Jahre +/-. Der Stammansatz hat 6cm im Durchmesser an der Basis. Die Linde ist ca 20 bis 25 Jahre alt und aus Sämling gezogen. Höhe 60cm Stammdurchmesser über dem Wurzelansatz 7 cm. Die Bilder zeigen die Azalee im Uhrzeigersinn von 4 Seiten, die Linde Vorder- und Rückseite. Bei Interesse mehr per Mail. Die Mailadresse findet Ihr auf der rechten Seite . NUR ABHOLUNG; KEIN VERSAND.
Montag, 13. Juni 2016
Nicht nur Unkraut
Nicht nur das Unkraut wächst und gedeiht bei diesem feuchtwarmen Wetter, nein, auch die Linde legt nach dem Blattschnitt so schnell wieder zu. Man kann die Blätter fast wachsen sehen, waren sie doch alle am 30. Mai erst abgeschnitten worden. Der Blattschnitt hat zur Folge, dass mehr und somit kleinere Blätter entstehen, welche dann besser zu den Proportionen des Baumes passen. Die Azaleen sind fast verblüht und bereits ausgepflückt. Die Minis müssen in diesem Jahr auch nicht soooo viel von Hand gegossen werden, übernimmt diese Aufgabe doch fast täglich der Himmel. Dem begonnenen Punicaprojekt kommt diese Witterung ebenfalls zu Gute und die Sämlinge wachsen prächtig. Zwei dazu gesäte Blauregen entwickeln sich gut und sie können schon bald vereinzelt werden. Es ist keine Arbeit, es ist Hobby, Passion und somit Spass.
13. 3. 2016
4.5. 2016
30.5. 2016 nach dem Blattschnitt
13.6. 2016
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