Mittwoch, 4. Mai 2016

Eibentanuki in der Entwicklung und schönen Vatertag

Die sogenannte Verheiratung einer Pflanze mit einem Stück Totholz nennt man in der Bonsaisprache Tanuki. Dabei wird ein Totholz mit dem zu gestaltenden Baum verbunden, in die Gestaltung mit eingebracht, um so den Eindruck eines alten Baumveteranen zu erzeugen. Ein ganz legitimes Gestalungsmittel. Das habe ich 2014 mit einer Eibe begonnen, die ich heute wieder einmal in Form gedrahtet habe.Die fließende Form des Taxus (Eibe) passt sehr schön in eine sogenannte Mondschale, die den Charakter unterstreicht. Diese Schale ist von Walter Venne, einem deutschen Bonsaischalen-Töpfer. Jetzt darf der Baum wieder zulegen, schöne dichte Nadelpolster aufbauen und sich erholen. Jeder Eingriff in einen Baum bedeutet Stress und die nötige Zeit zur Erholung solte man einem Bonsai schön gönnen. Morgen ist Vatertag und ich werde wohl unter einer Linde feiern, natürlich mit Blick auf meinen Eibentanuki. Schönen Feiertag !

Kommentare:

ivana jíchová hat gesagt…

sagenhaft...ich kann fast nicht mehr atmen, Hut ab...das ist mein Traum :-) Ivy

Josef Pfeffer hat gesagt…

Vielen Dank für Deinen Kommentar Ivi. Bleib dran dann wirst Du auch solche Bonsai besitzen....
Gruß Josef